Der Begriff Zykluszeit erscheint für ein Logikrelais zunächst verwirrend. Führt man sich vor Augen, daß die Arbeitsweise des Logikrelais entsprechend einer Speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) auf der Abarbeitung einer benutzerdefinierten Logikvorschrift, dem Schaltplan beruht und nicht auf der einer festverdrahteten Logik mit vernachlässigbaren Durchgangszeiten, so wird erklärbar, daß die Eingänge erst nach einer Bearbeitungszeit auf die Ausgänge wirken können.
Eingänge erreichen über ihre Anschaltung den Mikroprozessor, der durch seine Software unterstützt, diese in Abbildern sammelt, die Abbilder der Verarbeitungsvorschrift zuführt und nach Beendigung der Abarbeitung Ausgangsabbilder auffüllt, die dann gesammelt auf die Ausgänge durchgeschaltet werden.
Die Zeit, die der Mikroprozessor benötigt, um diesen stets wiederkehrenden, zyklischen Vorgang zu erledigen, ist analog zur SPS als »Zykluszeit« definiert.
Sie hängt von zahlreichen system-immanenten Parametern ab, die im Bedienungshandbuch AWB 2528-1304 D der Firma Moeller auf den Seiten 196 und 197 aufgelistet sind.